Gemeinde Reute

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Geschichte der Gemeinde Reute

Die Geschichte unseres Ortes und seiner Gemarkung wird einerseits von den großräumigen Ereignissen, aber auch stark von der Lage dieses Gebietes beeinflusst. Kaum ein Ort in der Breisgauer Bucht hat in der Vergangenheit dermaßen mit Wasser zu kämpfen gehabt wie Reute.

Nicht nur das durch den Kaiserstuhl aufgestaute Grundwasser, welches bis ins 19.Jh. noch knapp unter der Geländeoberkante zu stehen kam, sondern auch verschiedene Bäche und Flüsse, wie die Elz, die Glotter und das Waldbächlein sorgten im Frühjahr und im Herbst oft für Überschwemmungen in den etwas tiefer liegenden Auen und den angrenzenden Gebieten. Reute galt einst als wasserreichster Ort des Breisgaus.

Bedingt durch die letzte Eiszeit haben sich auf der Gemarkung Auwaldlehm in einer Mächtigkeit von einem Meter, und Kiesrücken abgelagert. Der Auwaldlehm überlagert zum Teil die Kieslagen. Die Bodenqualität ist dementsprechend mäßig bis schlecht.
Da es aus der Frühgeschichte keinerlei schriftliche Aufzeichnungen gibt, kann dieser Zeitraum nur anhand von archäologischem Fundmaterial her abgeleitet und rekonstruiert werden.

Reibestein
Reibestein

Zu den Funden

Auf der Gemarkung Reute wurden immer wieder Steinklingen und Abschläge als Lesefunde eingesammelt, diese lassen sich aber nur schwer zeitlich einordnen, außer dass sie der Jungsteinzeit 5.700 - 4.900 v. Chr. zuzuordnen sind. L. Siegel, Reutes erster Chronist, hat diese Artefakte auf der Gemarkung im Gewann Kalkofen, aufgelesen und eine jungsteinzeitliche Besiedlung dieses Platzes vermutet. Ein ebenfalls von Siegel im Gewann Salzacker aufgefundenes Bruchstück eines Reibesteines (zusammen mit einem Läuferstein, der nicht gefunden wurde, ergäbe dies eine bandkeramische Getreidemühle) deutet eventuell auf eine Siedlung aus der Zeit hin.

In der Nachbargemeinde Vörstetten wurden Anzeichen einer der größten bandkeramischen Siedlungen im Breisgau gefunden. Es ist nicht auszuschließen, dass von dort aus unser Raum erschlossen wurde.

Während um uns herum in vielen Gemeinden in der ausgehenden Steinzeit (Neolithikum) und der Bronzezeit 2.300 bis 800 v. Chr. etliche Funde zu verzeichnen sind, schweigen sich solche Nachweise bei uns aus.

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